Überalteter Baumbestand am Kirchenberg wird nach 100 Jahren verjüngt

Spektakuläre Bilder ergaben sich, als die geschlägerten Bäume mittels tonnenschweren Spezialkran auf den Kirchenberg zur weiteren Verarbeitung hinauf gehoben wurden.

Die Arbeiten zur Entfernung des überalteten und bruchgefährdeten Baumbestandes am steilen Abhang des Kirchenberges und die damit verbundene Verjüngung des Schutzwaldes wurden durchgeführt.

Zum letzten Male wurde der Baumbestand am Kirchenberg vor rund hundert Jahren geschlägert. Dies beweist ein Foto aus dem Jahre 1918, dass Schulrat Josef Scharf in seinem geschichtlichen Fundus entdeckt hat. Die Durchführung des Sanierungsprojektes zur Verjüngung des rund 7.000 m2 großen und steil abfallenden Hanggrundstückes wurde der Pfarre von der Forstabteilung des Landes Niederösterreich dringend empfohlen. Seitens des Landes wird für Schutzwaldsanierung eine Förderung gewährt. Die Schlägerungsarbeiten wurden von der heimische Baumpflegefirma Wolfgang Mitterbacher auftrags der Pfarre durchgeführt. Als Aufsicht fungierte Dipl. Ing Georg Rößlhuber von der Forstabteilung des Landes. Um die direkt anrainenden Wohn- und Geschäftshäuser in der Melkerstrasse nicht zu gefährden, wurden die bis zu 2,5 Tonnen schweren Bäume mittels Spezialkran bei der Fällung gesichert, auf den Kirchenberg hinauf gehoben und dort an Ort und Stelle aufgearbeitet. Das Baum- und Strauchholz wird künftig zu Hackgut verarbeitet. Bürgermeister Ök. Rat Anton Gonaus zum Projekt: „Die Gemeinde unterstützt diese Maßnahme. Damit wird die Sicherheit der unter dem Steilhang befindlichen Liegenschaften in der Melkerstraße wesentlich verbessert“. Für Pfarrer August Blazic ist wichtig: „Die neue Ansicht des Kirchenberges ist momentan sicher ungewohnt. Nach Mitteilung der Fachleute wird der Grünbewuchs rasch nachwachsen, der Jungbestand kann sich schnell entfalten und bald ist die gewohnte Ansicht bei verbesserter Sicherheit wieder gegeben“.