Integrationsdialog der NÖ LAK

NÖ LAK-Präsident Ing. Andreas Freistetter durfte sich beim Integrationsdialog in St. Pölten über die Teilnahme von Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz und Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka freuen.

Wollen Impulsgeber sein

Integration betrifft uns alle! Ein Satz, der gerade im Wirkungsbereich der NÖ Landarbeiterkammer seine Gültigkeit besitzt. Schließlich haben fast ein Viertel (23,9%) aller unselbständig beschäftigten Dienstnehmer in der Land- und Forstwirtschaft in Niederösterreich ausländische Wurzeln. Die NÖ Landarbeiterkammer hat sich diesem vielschichtigen Thema durch die Abhaltung eines „Integrationsdialoges“ auseinandergesetzt. Als Gäste konnte die NÖ LAK in ihrem neuen ServiceCenter in St. Pölten Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz sowie Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka begrüßen, die mit Arbeitnehmern mit Migrationshintergrund über ihre Probleme und persönlichen Erfahrungen diskutierten. Staatssekretär Kurz: „Ohne diese Menschen hätten wir schon jetzt große Probleme“ Kurz betonte dabei die enorme Bedeutung der Zuwanderung für Österreich: „Natürlich sind wir ein Einwanderungsland, das auch in Zukunft qualifizierte Zuwanderung in den Arbeitsmarkt braucht. Ohne diese Menschen hätten wir in Bereichen wie Gesundheit, Pflege, aber auch Wissenschaft und Forschung, schon jetzt große Probleme.“ Eine wichtige Rolle bei der Integration komme den sogenannten „Brückenbauern“ zu. Als einen dieser „Brückenbauer“ könnte man Nenad Stanacev bezeichnen. Der 38-Jährige, der als Arbeiter und Betriebsratsvorsitzender im Sägewerk des Stifts Heiligenkreuz beschäftigt ist, schilderte die Herausforderungen, die er an seinem Arbeitsplatz erlebt: „Viele meiner Kollegen haben Schwierigkeiten mit der Sprache. Ich will helfen, wenn es Probleme gibt, diese zu lösen“. Deutsch gelernt hat er bereits im Kindergarten – ein Weg, den LH-Stv. Sobotka als genau den Richtigen hervorhob: „Die Sprache und Bildung sind die wichtigsten Schlüssel, um Angst und Vorurteile abzubauen. Das beginnt bereits im Kindergarten“. Zu Wort meldete sich auch Emil Jovanov, der beim Maschinenring in der Managementebene beschäftigt ist: „Ich bin seit 20 Jahren in Österreich und kann aus eigener Erfahrung sagen, dass nur gut integrierte Menschen in der Lage sind, in der Arbeitswelt ihren Beitrag zu leisten.“ Angesprochen wurden im Verlauf des Dialogs, der von NÖN-Chefredakteur Martin Gebhart moderiert wurde, auch Themen, wie Familienzusammenführungen und Probleme mit Behörden. NÖ LAK-Präsident Freistetter zeigte sich in seinem Schlusswort mit dem Verlauf der Veranstaltung hochzufrieden: „Wir wollen beim Thema Integration ein Impulsgeber und Brückenbauer sein und ich glaube, dass uns mit diesem Dialog ein erster, wichtiger Schritt gelungen ist.“ Als Aufgabe für die Zukunft nahm Freistetter aus der Diskussion mit, vor allem die Dienstgeber noch mehr für das Thema Integration zu sensibilisieren. „Die positive Grundeinstellung gegenüber den Mitarbeitern, unabhängig davon, welche Nationalität sie haben, ist ein unverzichtbarer Faktor für den Erfolg eines Betriebes.“